Farben Manner Vs Frauen

Grund dafür ist vermutlich das männliche Hormon Testosteron, welches bereits nachweisbar die Entwicklung der Nerven in der embryonalen Phase beeinflusst. Aus anderen Studien ist bereits bekannt, dass die Neuronen des menschlichen Sehzentrums zahlreiche Erkennungsstellen für das männliche Hormon Testosteron aufweisen. Dadurch entstehen bereits im Mutterleib geschlechtsspezifische Unterschiede.

Frauen besitzen im Durchschnitt 20 Prozent weniger Neuronen im Sehzentrum als Männer. Bisher war unklar, welche Auswirkungen dieser Unterschied auf das Sehzentrum hat. Das Experiment von Abramov und seinen Kollegen schafft nun Klarheit und legt offen, dass Männer Details besser und schneller erkennen und Frauen im Gegenzug wesentlich feinere Farbunterschiede wahrnehmen können. Für die Studie wurden 58 männliche und 58 weibliche Probanden verschiedenen Tests unterzogen.

Jeder der Probanden musste über eine volle Sehkraft verfügen um einheitliche Ergebnisse für die Studie zu erhalten. Ein Teil der Untersuchung bestand aus speziellen Sehtests am Monitor. Eine der Aufgaben bestand darin, feinste Farbabstufungen wahrnehmen zu können. Diese wurden mit unterschiedlichen Frequenzen dargestellt, so das ein Flackern erzeugt wurde. Die Unterschiede bei der Wahrnehmung waren gering, aber signifikant, wie die Forscher schreiben. So gaben die Männer über das gesamte Farbspektrum zwar die gleichen Sinneseindrücke an wie die Frauen.

Der Moment, ab dem sie bestimmte Wellenlängen mit bestimmten Farben bezeichneten, war aber leicht verschoben. Männer brauchen einige Nanometer Wellenlänge mehr, um einen eindeutigen Eindruck von etwa Blau oder Gelb zu gewinnen. In der Mitte des sichtbaren elektromagnetischen Spektrums können sie auch schlechter zwischen Farben unterscheiden als die Frauen. Männer beim räumlich-zeitlichen Unterscheiden Dafür sind Frauen beim Differenzieren von bewegten Objekten nicht ganz so gut, wie die Forscher in ihrer zeitgleich erschienenen, zweiten Studie berichten.

Im Mittelpunkt dabei stand die Fähigkeit des Kontrastsehens. Die Probanden bekamen diesmal horizontale bzw. Sobald hellere gegen dunklere Balken ausgetauscht wurden, erzeugte dies den Eindruck eines "Bildschirmflackerns". Je nachdem, wie schnell die Balken gewechselt wurden oder wie knapp sie beieinander lagen, änderte sich die Fähigkeit der Studienteilnehmer, die Gegenstände zu unterscheiden. Den Männern gelang dies auch bei höheren Geschwindigkeiten besser als den Frauen: Ihr Schärfe- und Kontrastsehen ist um rund zehn Prozent stärker ausgeprägt, schreiben die Forscher.

Zwei Erklärungsversuche Woher die Unterschiede zwischen den Geschlechtern kommen, wollen sie nicht exakt beantworten. In Sachen besseres räumlich-zeitliches Sehen bemühen sie die "Jäger-Sammler-Hypothese": Ihrzufolge war ein weitsichtiger Blick zum Schutz vor Gefahren notwendig, als die Menschheit noch in den Savannen Afrikas lebte. Da die Rolle des Jägers bei unseren Vorfahren den Männern zukam, könnte sich daraus ein geschärfter Sehsinn entwickelt haben, der heute noch messbar ist.


Farben - Männer vs Frauen vs Nerds

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