Midlife Crisis Symptome

Andere haben sich gesellschaftlichen Normen angepasst, ohne zu prüfen, ob sie mit den eigenen Bedürfnissen und Werten übereinstimmen. In dieser Lebensphase besteht nun die Chance, die Weichen neu zu stellen. Wertewandel kommt mit den Jahren Etwa ab Ende 30 bemerken einige Frauen, dass sie weniger "pflegeleicht" sind als früher. Sie lassen sich nicht mehr so viel gefallen und können auch einmal "Nein" sagen.

Die typisch weibliche Seite, sich anpassen, es allen recht machen, nicht zornig und aufbrausend reagieren, verschiebt sich zugunsten der männlichen. Plötzlich gelingt es Frauen, sich besser durchzusetzen: Sie geben Widerworte und fangen an zu disputieren. Jung, der wohl herausragendste Psychologe, der sich mit der zweiten Lebenshälfte intensiv beschäftigte, sagte über die Lebensmitte: Haben sie bis dahin keinen Gedanken daran verschwendet, so verändert die Gewissheit des Todes ihre ganze bisherige Sichtweise.

Alle Pläne werden nun unter diesem Gesichtspunkt gesehen. Hatten wir bis dahin alle Zeit der Welt, so wird nun sortiert. Wir fangen an zu fragen, was ist mir ganz persönlich wichtig? Soll ich meine Zeit damit vertrödeln, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Die Antwort lautet immer öfter: Soll ich tatsächlich in einem Beruf weitermavchen, den im Grunde meine Eltern für mich ausgesucht haben?

Soll ich mit einem Partner zusammenbleiben, der mir nicht gut tut? Muss ich es anderen Recht machen? Muss ich mir im Beruf so viel gefallen lassen? Die Lebensmitte ist der Höhepunkt unseres Daseins. Jetzt findet ein Wechsel, eine Veränderung statt. Und wir fangen an, vieles zu lassen, was uns überholt und unwichtig erscheint. Manche Menschen stellen fest, dass sie sich charakterlich verändern. Dinge, die sie bisher gerne taten, erscheinen ihnen nun unwichtig. Sie bringen für bestimmte Verpflichtungen nicht mehr so viel Disziplin auf wie bisher.

Hobbys, Neigungen und Interessen können sich verändern. Vielleicht verliert der geliebte Einkaufsbummel seinen Reiz, wird als oberflächlich und Scheinbefriedigung empfunden. Immer die neuesten Klamotten zu tragen wird unwichtig. Oder man hört auf, sich ständig mit Schlankheitskuren zu quälen. Da kündigt sich an, um was es geht: Karrieremenschen halten plötzlich inne und fragen sich, ob das alles gewesen sein soll. Wofür habe ich mich so abgestrampelt?

Gibt mein Erfolg mir Lebenssinn? Manche Frauen kommen zu dem Ergebnis, dass sie vielleicht doch noch ein Kind bekommen und eine Familie gründen wollen. Andere, die ihren Schwerpunkt zu Hause in der Familie sahen, bekommen ein starkes Gefühl von Leere, wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Finde ich bei der derzeitigen Arbeitslage überhaupt noch Anschluss an den Beruf? Bei aller individueller Unterschiedlichkeit werden die Chancen zur Verwirklichung des eigenen Lebensziels in der Lebensmitte häufig reflektiert, was zu Verstimmungen und Unsicherheiten auch hinsichtlich der eigenen Identität Rolle in Familie, Beruf, Sozialleben etc.

Spezifischere Ursachen sind weder im biologischen noch im psychosozialen Bereich exakt definiert. Anstelle dessen wird der zeitlichen Komponente eine eigene Wirksamkeit zugesprochen: Andererseits ist gerade im relativen Zeiterleben die Mitte des Lebens eine Zäsur: Während sich der junge Mensch seine verbleibende Lebenszeit als das mehrfache des bereits gelebten Lebens vorzustellen vermag, wird in der Lebensmitte die Vorstellung von der verbleibenden Zeit in der Relation zur bereits verlebten Zeit erheblich verkürzt.

Im Rahmen dieses veränderten subjektiven Zeiterlebens werden nicht immer bewusst Bilanzierungen vorgenommen, die eine Grundlage für die kritische Reflexion des bisher Erreichten darstellen und sich bis hin zur Identitäts- und Sinnkrise entwickeln können. Als mögliche Ursache einer Midlife-Crisis kann aber auch der nun deutlich wahrnehmbare körperliche Alterungsprozess in Frage kommen. Psychische Entwicklungsphasen im Erwachsenenalter[ Bearbeiten Quelltext bearbeiten ] Die Phasen der psychischen Entwicklung im Erwachsenenalter sind von wissenschaftlicher Seite bislang noch nicht so klar wie die im Kindes- und Jugendalter dargestellt worden.

Erikson hat als erster Psychoanalytiker den Versuch unternommen, die altersbezogenen inneren Konflikte über das Kindes- und Jugendalter hinaus auch für das Erwachsenenleben zu beschreiben. Dabei fasste er die Konfliktfelder Intimität vs. Isolation im jungen Erwachsenenalter, Zeugungsfähigkeit vs. Selbstabkapselung im mittleren Alter, sowie Ich-Integrität vs. Verzweiflung im hohen Alter als zu bewältigende psychische Aufgaben des jeweiligen Lebensabschnitts zusammen. Aus heutiger Sicht sind die psychischen Entwicklungsphasen im Erwachsenenalter jedoch bei aller Bemühung auch deshalb nicht so sicher voneinander abgrenzbar, wie dies bei der psychobiologischen Entwicklung des Kindes möglich ist, weil die Rhythmik weniger von eingegrenzteren biologischen als von offenen sozialpsychologischen Voraussetzungen abhängt und die Reifungsprozesse der erwachsenen Persönlichkeit eher kontinuierlich und individuell sehr unterschiedlich ablaufen.

Häufiger Gegenstand in der Diskussion um den Begriff Midlife-Crisis sowie in der psychologischen Erforschung der Erwachsenenentwicklung sind auch Rollen- und Identitätswechsel des erwachsenen Menschen nach Erreichen des Erwachsenenstatus ab ca. Abgrenzung von psychischen Krankheiten im eigentlichen Sinne[ Bearbeiten Quelltext bearbeiten ] Bisher findet der Begriff in der klinischen Psychiatrie und ihren diagnostischen Systemen keine Verwendung.


Midlife Crisis: Männer in der Krise

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