Teamubungen Kennenlernen

Idealerweise ist dies ein natürlicher Prozess: Das Projekt ist abgeschlossen, die Gruppe hat ihren Job erledigt — hoffentlich auch mit Bravour. Tatsächlich aber befinden sich einige Gruppen längst auch in dieser Phase, ohne es zu ahnen. Sie zerfallen noch vor dem Ende des Projekts. Verantwortlich dafür können unterschiedliche Gründe sein: Das Projekt stagniert, es fehlt das nötige Know-how oder Budget. Oder aber die Meinung, wie das Projekt weitergeführt werden soll, gehen immer stärker auseinander — womöglich auch aufgrund mangelhafter Führung.

Was das für Sie bedeutet? Das hängt ganz davon ab, in welcher Phase Sie sich gerade befinden. So zeigt das Modell, dass beispielsweise die Normingphase kaum ohne vorherige Konflikte Storming erreicht werden kann. Diese sind für den Gruppenfindungsprozess enorm wichtig — auch wenn sie bisweilen zerstörerisch wirken können. Umgehen sollten Sie diese aber dennoch nicht. Nutzen Sie die Diskussionen lieber, um eine noch solidere Basis und klarere, gemeinsame Vision für die Gruppe zu entwickeln.

Umgekehrt, wenn Sie feststellen, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben, sollte die Gruppe entweder aufgelöst oder in Teilen neu zusammengesetzt werden, um wieder mit Phase Eins neu durchstarten zu können. Dasselbe gilt allerdings auch, wenn Sie feststellen, dass Team und Projekt stagnieren. Warum sich dann noch weiter quälen?

Manchmal reichen schon ein paar neue Mitspieler — oder eben ein kompletter Reset. Für jede Phase die passende Übung Zu jeder der bereits erwähnten Phasen gibt es Spiele und Übungen, die das Teambuilding fördern: Orientierungsphase Forming Hier geht es in erster Linie darum, dass die Teammitglieder sich kennenlernen und beschnuppern. Gerade zu Beginn sind Namensspiele zu empfehlen, aber auch einfache Aufgaben im Team zu lösen, knüpft erste Kontakte.

Die Spieler stellen sich im Kreis auf, ein Spieler steht in der Mitte des Kreises. Reihum nennt jeder seinen Namen. Nun fängt ein Spieler an und sagt laut den Namen eines Mitspielers. Dieser muss reagieren und schnell den nächsten Namen sagen. In der Zwischenzeit versucht der Spieler in der Mitte den Spieler, dessen Name aktuell genannt ist, zu berühren. Gelingt ihm das, tauschen diese beiden die Plätze und das Spiel geht weiter. Die Spieler stehen im Kreis und der Spielleiter bekommt einen Ball.

Er nennt den Namen eines Mitspielers und wirft diesem den Ball zu. Dieser nennt einen weiteren Namen und spielt den Ball der zugehörigen Person zu. Dies geschieht, bis jeder den Ball hatte und der Spielleiter wieder an der Reihe ist. Nun wird eine neue Runde gestartet, wobei der Ball in gleicher Reihenfolge durch die Spieler gespielt werden muss. Mit jeder Runde werden neue Bälle hinzugefügt und so die Schwierigkeit erhöht.

Die Spieler sitzen auf dem Boden. Der Spielleiter hält da Ende eines Wollfadens fest und wirft das Knäuel einem Mitspieler zu. Dies wird fortgeführt, bis ein Netz über alle Spieler gespannt ist. Zusätzlich können die Namen oder Eigenschaften genannt werden, wenn man an der Reihe ist. Konfrontationsphase Storming In dieser Phase geht es vor allem um gruppendynamische Spiele und Übungen.

Diese sollen den Teambildungsprozess beschleunigen. Die Spieler stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf. So finden nach und nach Personen mit möglichst gegensätzlichen Adjektiven zusammen und bilden ein Team. Atomspiel Es werden keine Materialien benötigt, denn die Mitspieler bewegen sich frei als einzelne Atome. Der Spielleiter ruft dann eine Atomanzahl, und die muss sich zu einem Molekül verbinden. Dabei dürfen sie nur genau diese Anzahl an Atomen enthalten, die der Spielleiter angesagt hat.

Wer am Ende übrig bleibt, scheidet aus oder muss einen Pfand abgeben. Wenn Sie das Spiel nach ein paar Runden beenden, können die aktuellen Atomverbindungen auch als Gruppen zusammen bleiben. Der richtige Schuh Alle Teilnehmer ziehen sich im Vorfeld ihre Schuhe aus, die eingesammelt werden. Die anderen Teilnehmer sollen anhand des Schuhs bestimmte Eigenschaften, Vorlieben, Charakter, etc. Im Anschluss gibt sich der Besitzer des Schuhs bekannt und erzählt kurz was über sich.

Die Übung geht so weiter bis alle Teilnehmer sich vorgestellt und ihre Schuhe erhalten haben. Diese Übung ist für Teilnehmer gedacht, die sich gar nicht kennen. Geruchsspiel Bei diesem Spiel ist der Geruchssinn gefragt, denn hier müssen die Mitglieder ihr Team anhand desselben Parfums erschnuppern. Deshalb benötigen Sie für dieses Spiel verschiedene Parfüms, die die Mitspieler entweder auftragen, oder auf einen Streifen Papier aus der Parfümerie sprühen.

Alle Mitspieler mit der gleichen Duftnote gehören dann einem Team an. Danach werden die Gegenstände gezogen und zu einem Team zusammengefügt. Die Besitzer der Gegestände geben sich zu erkennen und bilden so die jeweiligen Teams. Vertrauens- und Orientierungsphase Hat sich die Gruppe zusammengefunden, müssen Sie sich erst einmal kennenlernen. Die Namen der Mitglieder lernen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Kennenlern-Spielen.

Namensschlagen Dieses Spiel funktioniert dann, wenn jedes Teammitglied sich einmal vorgestellt hat. Das Teammitglied in der Mitte des Kreises muss den aktuell Genannten berühren — und zwar bevor dieser ein weiteres Teammitglied benennen kann. Nur so kommt er aus dem Kreis. Gemeinsame Werte Jeder Teilnehmer bekommt zwei Minuten, in denen er subjektiv drei Werte für sich aufschreibt.

Die Teammitglieder haben jetzt die Gelegenheit sich über ihre aufgeschriebenen Werte zu unterhalten und auf drei gemeinsame Werte sich zu einigen. Zum Schluss stellt jedes Team sein Ergebnis den anderen vor. Namensschreck Unterteilt in zwei Gruppen erinnert dieses Spiel ein bisschen an die Datingshow Herzblatt. Jeweils ein Gruppenmitglied wird auserwählt, um neben einer Trennwand zu stehen. Fällt diese, müssen die Auserwählten so schnell wie möglich den Namen ihres vermeintlichen Herzblatts rufen.

Jedes Teammitglied überlegt sich ein Detail über sich selbst, was er erzählen kann und möchte. Nach und nach trifft er sich mit je einem anderen Teammitglied. Zunächst erzählt er seine Geschichte und erfährt die des Gegenübers. Beim nächsten Zusammentreffen mit einem anderen Teammitglied werden nicht mehr die eigenen Storys, sondern die bereits Erzählten weitergegeben.

Während einer Person die Augen verbunden werden, wird diese durch Mitspieler geführt. Vernetzt Alle Spieler sitzen im Kreis. Der Spielleiter hält das Ende eines Wollfadens fest und wirft das Knäuel einem Teilnehmer zu.


One more step

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