Partnersuche Behinderte Menschen

Wir haben bei ElitePartner-Expertin und Single-Coach Lisa Fischbach nachgefragt. Verschweigen kann bei der Partnersuche mit Handicap verschrecken Die attraktive Ellen, Anfang 40, wollte endlich wieder einen Mann kennenlernen und meldete sich bei einer Online-Partnervermittlung an. Als sie einem interessanten Mann beim vierten Date auch körperlich näher kam und sich ihrer Kleider entledigte, zeigte dieser sich irritiert. Ellen hatte vor vielen Jahren aufgrund von Erfrierungen beim Alpinwandern drei Zehen verloren.

Der Mann brach das Liebesspiel ab — und den Kontakt ebenso. Dabei kann Ellen trotz der Amputationen normal laufen und hat sich so sehr an ihre Behinderung gewöhnt, dass sie bei der Partnersuche mit Handicap schlicht vergessen hatte, den Mann vorzuwarnen. Der fühlte sich jedoch beim Anblick ihrer körperlichen Versehrtheit offenbar überfordert und suchte das Weite. Wie dieses Beispiel zeigt, kann sich für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen die Überlegung lohnen, wie offen sie mit diesen bei der Partnersuche mit Handicap umgehen möchten: Eine persönliche und höchst individuelle Entscheidung.

Dann wirst du schon sehen, was passiert. Aber trotzdem nicht zu spät damit rausrücken! Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt der Offenbarung bei der Partnersuche mit Handicap polarisiert. Ist die Angabe einer körperlichen Einschränkung wirklich schon im Profil empfehlenswert oder besser erst im persönlichen Kontakt eine Erwähnung wert?

Folgende Überlegungen können bei dieser Entscheidung helfen: Ist die körperliche Beeinträchtigung bei einer persönlichen Begegnung sofort erkennbar und schränkt zum Beispiel Mobilität oder normale Aktivitäten stark ein? Oder betrifft sie eher intimere Lebensbereiche? Thorsten ist auf einen Rollstuhl angewiesen und hat sich dafür entschieden, neben einem Porträtfoto zusätzlich ein Ganzkörperbild einzustellen, das ihn im Rollstuhl zeigt — denn das Hilfsgerät gehört zu seinem alltäglichen Leben einfach dazu, Thorsten möchte es nicht künstlich verbergen.

Sich gleichzeitig bei mehreren Portalen anzumelden, hält sie nicht für sinnvoll. Dass eine Premium-Mitgliedschaft hier 25 Euro im Jahr kostet, hat Sandra nicht abgeschreckt. Die 25 Euro müssen einmalig bezahlt werden und die Mitgliedschaft endet ohne Kündigung nach einem Jahr. Nur wer über eine Premium-Mitgliedschaft verfügt, kann Nachrichten verschicken oder lesen und die Fotos der anderen Mitglieder sehen. Für alle anderen sind die Fotos nicht zugänglich.

Trotzdem hat sie sich nicht für eine Mitgliedschaft auf Flirt-Projekt entschieden. Unpersönliches Behinderten-Dating und einsamer Handicapflirt Weniger gut gefallen hat Alexandra die Seite von Behinderten-Dating. Das Foto auf der Startseite hat ihre Aversion bestätigt. Hier gibt es auch eine Premium-Mitgliedschaft. Diese kann man drei Tage lang kostenlos testen. Wie viel diese Mitgliedschaft kostet, erfährt man wohl erst nach den ersten drei Gratistagen.

Auskunft darüber ist nirgends zu finden. Besser gefallen hat Alexandra die Seite von Handicapflirt. Auch hier sieht man auf der Startseite Fotos von Usern. Diese wirken aber ganz anders. Die Partnersuche im Internet kennt für Menschen mit und ohne Behinderung keine Grenzen. Sieger mit Fragezeichen Anders bei Handicap-Love. Niedrige Preise — Frauen-Mitgliedschaft sogar kostenlos Neben den Profilen stehen Singels ein Forum und Weblogs zu verschiedenen Themen rund um die Partnersuche zur Verfügung.

Für Frauen ist Handicap Love kostenlos, Männer müssen für die uneingeschränkte Nutzung 29 Euro im Jahr bezahlen. Die Website ist behindertengerecht aufgebaut und bei Fragen steht Interessenten und Mitgliedern ein telefonischer Kundenservice zur Verfügung. Im Gegensatz zu Handicap Love finden sich in dieser Singlebörse weniger zusätzliche Inhalte, da sich die Seite hauptsächlich auf das Dating konzentriert.

Nutzer jeden Alters Das Alter der Mitglieder ist breit gefächert und reicht von Nutzern in den Zwanzigern bis zu Senioren in den Siebzigern. Neben Mitgliedern aus dem deutschsprachigen Raum sind auch viele Nutzer aus dem nahen Ausland wie Dänemark, Tschechien, Frankreich und den Niederlanden vertreten. Übersichtliches Profil mit Bildern Das Profil ist einfach aufgebaut und bietet viel Platz für Basis- und Zusatzinformationen wie Interessen, Hobbys und Eigenschaften des Wunschpartners.

Einige Mitglieder nutzen die Möglichkeit, neben einem Profilbild weitere Bilder in einer Galerie hochzuladen. Für Smartphones existiert eine mobile Version der Website. Niedrige Kosten Die Nutzung dieser Singlebörse ist kostenpflichtig. Nach der kostenfreien Registrierung fallen Gebühren zwischen 12,95 und 29,95 Euro an — je nach Laufzeit des Vertrags. Bei Fragen und Problemen steht das Kundenservice-Team per E-Mail-Formular zur Verfügung.

Die Startseite ist übersichtlich und erlaubt einen schnellen Zugriff auf die nützliche Suchfunktion.


Partnervermittlung für Behinderte und Nicht-Behinderte

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